Kategorie: Tour-Beschreibungen

Kacheln – Der Film (Teil 6)

13 undurchfahrene Veloviewer-Kacheln lagen noch zwischen Freienohl, Warstein und Meschede, die an diesem Tag auf einen Schlag erledigt werden wollten. Mit An- und Abfahrt sollten es um die 100 km werden, aufgrund der aktuellen Sommerform kein besonders großes Problem. Einzig die Hitze mit 30° im Wald und um die 40° in der prallen Sonne auf windstillem Asphalt während der Rückfahrt waren dann doch etwas anstrengend. Bis auf ein paar Singletrail-Einlagen und Schiebestrecken war dies eine herrliche Runde auf größtenteils wundervollen Waldwegen.

Über die Straßen ging es über Hellefeld und Olpe nach Freienohl. Dort durch den Wald über den Lattenberg nach Hirschberg, im Wald Richtung Warstein aber auf halber Strecke wieder hoch zum Stimmstamm, dort erneut in den Wald und ein wenig kreuz und quer runter nach Meschede-Enste. Die Kacheln waren dort abgehakt, wegen der nun herrschenden Hitze ging es auf direktem Weg zurück nach Hause, sprich über Wennemen, Berge, Visbeck und Westenfeld. Dort aufgrund drohenden Verdurstens noch die Tankstelle gestürmt und zwei Flaschen ge-ext, danach schnell über Sundern zurück und direkt unter eine kalte Dusche.

Video

Strava

Relive

Kacheln – Der Film (Teil 4)

Den CX geschnappt, die Kamera umgeschnallt, und los ging es auf eine herrliche Tour über Frühlinghausen nach Apricke, über Menden und Oesbern durch den Luerwald nach Neheim, dann durch den Arnsberger Wald bis Breitenbruch, durch die Wanne und das Seufzertal hoch nach Wennigloh, dann über Hachen und Stemel über die Nebenstrecke am Wald entlang nach Sundern. Bonus: Kleines „Wettrennen“ gegen ein E-Bike.

Leider leider leider habe ich vor der Abfahrt irgendwie mehrmals die Zoom-Taste an der Kamera gedrückt, so dass sie mehr als zwei Stunden komplett in 8-fach gezoomt aufgenommen hat. Die zittrigen Bilder wie am Anfang musste ich mir und Euch ersparen. Und so bleiben von der herrlichen Strecke von Frühlinghausen nach Deilinghofen, den wunderbaren Weitblicken über halb Westfalen oder der Schafherde in Apricke nur die unbewegten Bilder hier im Blog übrig.

YouTube

Strava

Relive

Kacheln – Der Film (Teil 2)

Ich muss gestehen, dass mir das „Kacheln“ neulich außerordentlich gut gefallen hat. Daher stand heute eine Wiederholung an, und ab Birkenbrauk Richtung Grevenstein und zurück vorbei an Niedersalwey und Obersalwey standen vier weitere Veloviewer-Kacheln auf der Erledigungsliste.

Über den Birkenbrauk bin ich schon unzählige Male gefahren und habe mich auf dem Rennrad ins Tal Richtung Obersalwey gestürzt, in den Wald abgebogen war ich aber noch nie. Ein Fehler, denn Richtung Grevenstein befindet sich dort eine herrliche Strecke. Es geht zwar am Anfang knackig bergauf, aber immerhin musste ich nicht absteigen. Noch knackiger bergauf ging es auf dem Rückweg, so dass gelegentlich eine „5 km/h“ auf dem Fahrradtacho stand: Kurz vor dem Umfallen.

Navigiert wurde ich über einen Knopf im Ohr von Komoot. Die Strecke hatte ich zuvor im Web bei Komoot zusammengeklickt, während der Fahrt habe ich dann die Navigation der Android-App genutzt. Die Abbiegehinweise sind größtenteil sehr brauchbar und auch sehr dezent (Google Maps quasselt einen pausenlos voll), allerdings fehlten sie an mancher Weggabelung leider komplett oder kamen völlig unbegründet auf gerade Strecker ohne Abbiegemöglichkeiten. Aber zurückgefunden habe ich immerhin. 🙂

Leider ist der Akku zwischendurch viel zu früh leer gewesen. Eigentlich halten die Akkus in der Actioncam länger als zwei Stunden, so dass ich auch selten vor eindreiviertel Stunden einen Blick auf die Kontrolleuchte werfe. So fehlt im Film nun viel des Wegs zwischen Niedersalwey und Obersalwey sowie ein Teil des Wegs zurück hinauf zum Birkenbrauk. In Obersalwey versagte meine hintere Scheibenbremse fast, dummerweise auf einem 20%-Gefälle mitten im Wald. Die Bremsbeläge hatten an diesem Tag arg gelitten, neue sind bestellt, vor dem dritten Film werde ich sie dringend wechseln müssen. Den Rückweg konnte ich mit dem Verstellen der Zugspannung retten, Bremsleistung war noch vorhanden, bei teilweise Tempo > 50 km/h auf der Rückfahrt war das auch besser so.

Sauerlandrundfahrt

Wenn ein Radrennen durch das „eigene Revier“ kommt, muss man hin. So bin ich mit etwas Anlauf entlang der Lenne und durch das Hönnetal nach Neheim gefahren und von dort auf direktem Weg nach Sundern, um das Rennen irgendwo (am Odin, bei SKS, in Endorf, …) anzuschauen. Das Timing war ganz gut, aber ich war in Sundern dann doch etwa eine Viertel- bis halbe Stunde zu früh dran – so genau wusste ich es da nicht. Alle Streckenposten an den zahlreichen noch abzusperrenden Seitenstraßen standen bereit, strahlten aber noch keine hektische Betriebsamkeit aus. Also dachte ich mir: „Fahre ich halt mal Richtung Meinkenbracht, bis mich ein Motorradpolizist an den Rand verweist“. Ein Bully überholte mich am Abzweig Brenschede, dann ein Polizeimotorrad, dann noch ein Polizeimotorrad, aber das war es auch, so dass ich mit den 100 km von gestern und den 100 km von heute in den Beinen noch den kleinen Anstieg hinaufsprintete hinaufächzte. Anfeuerungsrufe der bereits zahlreich vorhandenen Radsportinteressierten blieben zum Glück aus. 🙂

Meine Runde

200 km zum Zweiten

Heute war wieder so ein Tag, an dem vieles zusammenpasste. Am Ende zeigte der Tacho zum zweiten Mal eine dreistellige Zahl mit einer 2 am Anfang:

20160521-185342-Tacho-200

Die Wettervorhersage versprach Temperaturen oberhalb 20° und Trockenheit, eine dreistellige Kilometerzahl war heute Minimum. Da auch die Strava-Gran-Fondo-Distanz für den Mai 2016 noch nicht erledigt war, sollten es sogar mindestens 115 km werden. Unsicher, wie die Beine heute so sein würden, habe ich daher die Richtung eingeschlagen, die die meiste Flexibilität bezüglich der Längengestaltung bietet: entlang der Lenne.

Hagen Richtung Wildewiese
Hagen Richtung Wildewiese

In Illingheim korrigierte ich kurz die Neigung meines Sattels. In den letzten Tagen war ich viel mit meinem alten Rennrad unterwegs, die Einstellung des Sattels am neueren Rennrad fühlte sich irgendwie komisch an. Ein paar Millimeter nach unten geneigt, und schon fühlte sich alles besser an. Über Amecke und Allendorf fuhr ich dann – wie schon so oft in diesem Jahr – Richtung „Kuhschisshagen“ und über die Nebenstrecke hoch nach Wildewiese, eine angenehm gleichmäßig ansteigende Strecke weit ab jeglichen Verkehrs. Nur ganz selten kommt einem ein Förster in seinem Geländewagen oder ein Bauer mit seinem Trecker entgegen. Ansonsten trifft man hier höchstens noch auf ein paar Wanderer, die ebenfalls auf dem Weg nach Wildewiese sind, um sich dort oben bei Steinbergs kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Burg Altena
Burg Altena

Auf dem Lenscheid angekommen ging es in die rasante, aber mit Rüttelstreifen verseuchte Abfahrt Richtung Rönkhausen. Im Kreisverkehr dann rechts ab Richtung Altena, immer entlang der Lenne, immer leicht bergab. Hier fahre ich gerne entlang, wenn ich mir nicht ganz sicher bin, was die Beine hergeben. Läuft nichts (oder habe ich werktags wenig Zeit), könnte ich direkt in Leinschede über den Schlot an Hüttebrüchen vorbei zurück nach Hause fahren. Läuft es so „la la“, würde ich in Werdohl Richtung Neuenrade und über Balve und am Sorpesee vorbei zurückfahren. Läuft es gut, geht es halt durch bis nach Altena. Zwar fährt man von Rönkhausen bis Altena durchgehend auf einer Bundesstraße, diese ist aber breit genug, dass man nie mit Auto- oder Motorradfahrern in Konflikte gerät. Da es permanent leicht bergab geht, stehen auch durchweg mindest 30 km/h auf dem Tacho, eine angenehme da motivierende und gute Laune erzeugende Nebensächlichkeit.

Eisenbahnbrücke im Hönnetal
Eisenbahnbrücke im Hönnetal

In Altena angekommen, gab es den oligatorischen Kurzstopp, um die Burg (Wikipedia) zu fotografieren. Anschließend fuhr ich über die wirklich übelste, ramponierteste, kaputteste, schlaglochzerfressenste Straße des gesamten Sauerlandes über Ihmert (dort ist die Straße dermaßen kaputt, dass innerorts sogar 30 km/h wegen Straßenschäden angeordnet ist) nach Hemer und weiter über Deilinghofen hinunter ins Hönnetal. Hier hätte ich rechts ab Richtung Balve fahren (und innerhalb des Hönnetals den motorisierten Verkehr schon einbremsen) können, meine Beine signalisierten aber, dass heute noch ein wenig mehr ginge. Also bog ich links ab Richtung Lendringsen und überlegte mir auf dem Weg dorthin, ob ich lieber durch das Biebertal Richtung Holzen oder über Menden und Fröndenberg und dann über den Ruhrtalradweg nach Neheim-Hüsten fahren wollte.

20160521-143119-Haus-FüchtenIch entschied mich für die flachere und längere Route, fuhr in Lendringsen also immer geradeaus weiter Richtung Menden, dort weiter Richtung Fröndenberg. Dort dann weiter Richtung Wickede, vorbei an Pferden und einem Kamel Richtung Echthausen, dann über die Ruhr zum Ruhrtalradweg und vorbei am Haus Füchten (Wikipedia) Richtung Neheim. Vorsicht: Hier haben einige Baumwurzeln den Radweg quasi unsichtbar hochgedrückt, an manchen Stellen wurde hier auch bereits der Asphalt abgefräst. Mir hat es dermaßen unerwartet das Vorderrad durchgeschüttelt, dass ein Energieriegel im Hohen Bogen durch die Luft flog – ich gab ihn aber, hungrig wie ich mittlerweile war, nicht auf, befreite ihn von Gras und Dreck und stopfte ihn in den Mund.

Am Möhnesee in Delecke
Am Möhnesee in Delecke

Mit 110 km auf dem Tacho in Neheim angekommen, habe ich eine Mikrosekunde lang überlegt und entschieden, Richtung Möhnesee weiter zu fahren. Die Beine waren unverändert gut, und auch der Allerwerteste zickte nicht herum. Nie zuvor habe ich so problemlos auf dem Sattel gesessen. Vielleicht habe ich nach monatelangem Herumprobieren mit verschiedenen und endlosem Einstellen ENDLICH die beste Sattelposition gefunden! Auf dem Weg Richtung Möhnesee hatte ich dann eine rote Welle, wirklich jede Ampel sprang wenige Sekunden vor meinem Eintreffen auf Rot. So hatte ich auch keine Möglichkeit an dem Päärchen auf ihren Zeitfahrrädern dranzubleiben, dass noch vor mir bei Gelb über die Ampel huschte. Schade, gerne hätte ich ein paar Kilometer im Windschatten gelutscht. 😉 Rund um den Möhnesee war erwartbar viel los: zahllose Motorrad- und Cabriofahrer überholten mich, aber ausnahmslos alle waren „brav“, niemand hupte, niemand überholte eng. Prima!

Pause an der Tankstelle
Pause an der Tankstelle

Am Möhnesee nutzte ich dann nach etwa fünf Stunden und 125 km die Möglichkeit, „nachzutanken“: Ein Liter Wasser und ein halber Liter Cola kamen in die Trinkflaschen, ein Käse-Schinken- und ein Nougat-Croissant kamen in den Magen. Den Beinen taten die 10 Minuten Tatenlosigkeit ganz gut, auch der Hintern freute sich über die Druckentlastung. Weiter ging es dann am Möhnesee entlang bis Niederbergheim, wo ich überlegte, über den Lattenberg zurück Richtung Sundern zu fahren. Als ich dort aber Massen (!) von Motorradfahrern an der Ampel stehen sah, wusste ich, was mir auf der Strecke blühen würde. Also entschied ich dafür, weiter geradeaus Richtung Belecke und dann über Warstein zu fahren.

Stimm Stamm
Stimm Stamm (542m N.N.)

In Warstein standen dann 150 km auf dem Tacho, und sein wir ehrlich, ich bin schon schneller über den Stimm Stamm gekommen. Erste Müdigkeitserscheinungen machten sich breit, der Puls war höher als noch gegen Mittag, aber alles war noch im Rahmen. Nach der weniger rasanten da aufrecht hintuntergerollten und daher erholsamen Abfahrt nach Meschede steuerte ich erneut eine Tanke an, um noch einmal einen halben Liter Cola nachzufüllen.

20160521-174535-Holz-Klute-Berge
Holzhof Klute

Bis zur Ruhr ging es weiter bergab, danach halbwegs eben über den Ruhrtalradweg nach Stockhausen und Wennemen auf den Wenneradweg bis Berge. Beim Holzhof Klute in Berge leuchteten die Holzstämme zur Begrüßung im Sonnenlicht – immer wieder herrlich anzuschauen. Über meine Standard-Strecke ging es schließlich zurück nach Hause: von Berge hoch nach Visbeck, weiter nach Altenhellefeld, runter nach Sundern, durch die Settmecke vorbei an den Tennisplätzen. Mit „Erschrecken“ musste ich dann feststellen, dass „erst“ 195 km auf dem Tacho standen. Also noch einmal hoch nach Illingheim, links ab Richtung Schulten Eiche, in Seidfeld noch einmal nach rechts und noch ein paar Extra-Schleifen, bis dann die 200 km auf dem Tacho standen.

Fazit: Eine wirklich tolle Runde, gute Beine, endlich eine funktionierende Satteleinstellung, und nächstes Mal besser auf 201 km fahren, damit auch bei Strava die 2 vorne steht.

Strava-Aufzeichnung

Panorama-Fotos von unterwegs

Wenn es läuft dann läuft es

20150726_103431_Tacho

Einen solch hohen Schnitt hatte ich nach knapp etwa 90 km auch noch nie. Gelingt auch nur ohne im Weg herumstehende Hügel, und vermutlich war auch ein wenig Rückenwind nicht ganz unschuldig. Heute hing es durch das Hönnetal und über Menden bis Fröndenberg, dann über Teile des Ruhrtalradwegs bis Neheim und dann entlang des Möhnesees bis Warstein. Dort habe ich dann diese Aufnahme gemacht. Nach Stimm Stamm und die kleineren Anstiege zwischen Berge bis Altenhellefeld stand nach 134km immer noch ein 29er Schnitt auf dem Tacho. 🙂 Hier geht es zur Strava-Aktivität: https://www.strava.com/activities/354287878

Karnevals-Sonntagsrunde

Am letzten Sonntag fuhr ich noch auf von Schnee umrandeten und gepökelten Straßen Richtung Faulebutter, an diesem Sonntag lag nur noch auf dauerbeschatteten Wiesen Restschnee herum. Das Thermometer zeigte 2°, die Sonne lachte wolkenlos vom Himmel und der Wind war relativ schwach. Beste Voraussetzungen für eine ausgedehnte Runde mit dem Rennrad.

Das Problem des Tages: Karnevalsumzüge. Im letzten Jahr geriet ich unvermittelt zwischen Niederhenneborn und Oberhenneborn mitten in einen solchen hinein und durfte mir dann – Hahaha – Scherze wie „Guck mal, der hat sich als Rennradfahrer verkleidet“ anhören. War lustig, brauchte ich aber in diesem Jahr nicht noch einmal. Also ging es in eine Richtung, die mir zumindest unverdächtig war, große Karnevalsumzüge durchzuführen oder langwierige Straßensperrungen einzurichten: Irgendwie an der Lenne entlang Richtung Werdohl und dann mal sehen.

20150215_115437_Lenscheid
Schweinekurve Lenscheid

Los ging es also Richtung Amecke. Aber Moment, Mist, der Tacho funktioniert nicht. Am Abzweig Amecke am Sender herumgefummelt, und irgendwann ging er dann doch. Also erneut einen 180°-Turn durchgeführt und weitergefahren. Selbst wenn er ausgefallen wäre, hätte Strava auf dem Smartphone in der Trikottasche ja fleißig aufgezeichnet. In Amecke dann links ab Richtung Allendorf, Kuhschisshagen und über den Lenscheid nach Rönkhausen. Über die völlig sinnfreien Rüttelstreifen auf dem Lenscheid kann ich mich jedes Mal erneut aufregen: Da fahre ich selbst mit dem ungefederten Rennrad einfach mit 50 km/h drüber (Hintern hoch und Lenker locker halten), Motorradfahrer mit ihren Stoßdämpfern lachen erst recht über diesen Witz.

20150215_120348_Selfie
Sonne im Nacken bringt Spass in’e Backen

Noch oben auf dem Lenscheid dachte ich, dass ich mich viel zu warm angezogen hatte. Das Tacho-Thermometer zeigte bereits 9° an, angezogen hatte ich mich für 4° aus der Wettervorhersage: MTB-Winterschuhe mit Regengamaschen, lange Hose ohne Polster, darunter eine kurze Hose mit Polster, langes Unterhemd mit Windschutz, Langarmtrikot und Winterjacke, die billigen Seidenhandschuhe von Decathlon mit normalen Radhandschuhen drüber. Bei trockenem Wetter und Plusgraden ist diese Kombination aus dünnen Unterziehhandschuhen aus Kunstseide 100% Polyester für 7 € und normalen Sommer-Handschuhen drüber die mit Abstand beste Kombination für meine Finger. Kein Schwitzen, kein Frieren, Smartphone lässt sich bedienen, kurzum ideal.

20150215_130109_Werdohl
Werdohl

Unten in Rönkhausen angekommen war ich dann doch froh, so dick eingepackt zu sein. An der Lenne kam nun dauerhaft ein leichter Wind von vorne. Auf dem Weg Richtung Eiringhausen überlegte ich mir, welchen Weg ich nehmen wollte. Einfach stumpf an der Lenne entlang bis Altena zu rollen, dazu hatte ich keine Lust, dafür war einfach zu viel Schönwetter-Autoverkehr unterwegs. In Ohle bin ich dann kurzerhand links abgebogen, um den schönen Aufstieg nach Selscheid mitzunehmen (Link zum Strava-Segment) und mich dann in die rasante Abfahrt Richtung Kleinhammer zu stürzen. Danach ging es weiter Richtung Werdohl.

„Du sollst fahren, nicht knippsen!“ rief mir ein bergab vorbeirauschender Radfahrer zu, als ich kurz angehalten war, um a) meine Unterhelmkappe zu entfernen und b) den Ausblick auf Werdohl abzufotografieren. Mit einem Grinsen im Gesicht ging es dann weiter Richtung Neuenrade und dort Richtung Garbeck. Die Straße dort ist immer noch nicht wieder für den Verkehr freigegeben will sagen gesperrt, ist aber komplett asphaltiert, sprich problemlos mit dem Rad zu befahren. Die Abwesenheit des Autoverkehrs bis zum Flugplatz Küntrop wurde von reichlich Spaziergängern, Nordic Walkern und Radfahrern genutzt.

20150215_134239_Balver-Höhle
Balver Höhle

Über Garbeck ging es weiter Richtung Balve, ein paar verkleidete Jecken standen bereits an der Straße und fuhren in Autos an mir vorbei. Keine Ahnung, wo die hin wollten. Vielleicht zum Umzug nach Sundern? Wer weiß. Der Tacho zeigte erst knappe 60 km an, jetzt bereits über Mellen zur Sorpe zurück zu fahren, wäre mir eine zu kurze Runde geworden. Eine weitere Alternative, über Beckum und Hövel zur Sorpe zu fahren, wäre auch nicht viel länger gewesen. Die Beine waren noch gut, der Kopf hatte bei dem herrlichen Wetter auch noch Lust auf mehr, also fuhr ich ins Hönnetal hinein. Richtung Lendringen ging es erst gleichmäßig leicht bergab und dann leicht bergauf durch das Biebertal Richtung Oelinghausen. Auch hier entschied ich mich noch einmal für den längeren Weg: Links ab Richtung Herdringen, Richtung Hüstener Bahnhof, durch Hüsten, Müschede bis Reigern, überholte dort einen anderen Rennradfahrer (ich! ja! ich überhole mal jemanden!) und fuhr weiter Richtung Hachen.

20150215_143150_Oelinghausen
Oelinghausen

Auf den Sorpesee hatte ich keine Lust mehr. An solch sonnigen Tagen wie diesem ist dort der Teufel los, daher meide ich ihn an Wochenenden. Daher fuhr ich Richtung Stemel, trat wegen der mittlerweile doch recht leeren Beine an der Ampel in Stemel nicht mehr kräftig in die Pedale (Link zum Strava-Segment), sondern zockelte den kurzen Anstieg hoch. In Sundern musste ich dann wegen der Sperrung der Hauptstraße wegen des dortigen Karnevalsumzuges noch eine kleine Extraschleife drehen, bevor ich durch die Settmecke fuhr und mit völlig leeren Akkus zu Hause ankam (ich hatte vermutlich deutlich zu wenig gegessen und getrunken, was mir für zukünftige Winterausfahrten eine Lehre sein soll). Am Ende stand aber genau das auf dem Tacho, was ich bei Abfahrt erhofft hatte: eine dreistellige Zahl.

Die komplette Runde im Überblick

(Link zu Strava)